Am 27. und 28. November hatte die bagfa zu einer Fortbildung für Freiwilligenagenturen und Kommunen ins Roncalli-Haus, nach Magdeburg eingeladen.
Thema war: "Engagementlotsen - eine kompetente Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements im ländlichen Raum Ostdeutschlands"
Aufbauend auf den Erfahrungen aus Hessen wurden die Chancen und Grenzen dieses engagementfördernden Ansatzes diskutiert. Dazu wurde auf die Methode Zukunfstwerkstatt zurück gegriffen, um über eine Problemanalyse und einen Blick in die Zukunft konkrete Anforderungen an die Kommunen, Freiwilligenagenturen und die Engagementlotsen zu beschreiben. Außerdem etwickelten die Teilnehmenden mögliche Engagementfelder für die ehrenamtlichen Lotsen.
Klar wurde, dass das ehrenamtliche Engagement nicht der Ersatz für wegfallende kommunale Aktivitäten sein darf sondern kommunale und zivilgesellschaftliche Projekte sinnvoll ergänzt. Engagement braucht Rahmenbedingungen, die die Kommunen, die Freiwilligenagenturen aber auch die Landes- und Bundesorganisationen für freiwilliges Engagement sichern müssen.
Eine der Rahmenbedingungen ist Qualifikation, eine andere die Sicherung von räumlicher und technischer Infrastruktur und eine dritte ist die Gewährleistung der Mobilität der freiwillig Tätigen, beispielsweise durch Übernahme von Kosten für Benzin.
Eine Botschaft an die bagafa war, dass man zunächst die Agenturlandschaft in Ostdeutschland sichern müsste, denn nur wenn diese langfristig in den Regionen verankert ist, können die dort tätigen Haupt- und Ehrenamtlichen die E-Lotsen anleiten, begleiten und in ihrem Engagement stützen.
Erste Erfahrungen konnten bereits in Anhalt-Bitterfeld gemacht werden. Die Freiwilligenagentur Halle und die FWA MehrWERT hatten gemeinsam ein Projekt initiiert. Diese Erfahrungen aufgreifend, beabsichtigen die lagfa und das Landesministerium für Gesundheit und Soziales in Sachsen-Anhalt im April 2009 eine Veranstaltung für politisch Verantwortliche zu organisieren und für die Stärkung des zivilgesellschaftlichen Engagements, beispielsweise durch E-Lotsen, zu sensibilisieren.
In Niedersachsen gibt es ein ähnliches Konzept unter dem Titel: ELFEN und im Saarland gibt es den Ansatz: Meisterbürger.