"Lass uns mal da rauffahren! Das sieht doch mal toll aus - gib Dir mal dieses Licht!" Mit einem Auge am (zumindest gedachten) Kamerasucher sucht Uli Staiger sein wahrgenommenes Umfeld nach möglichen Motiven ab - egal ob er diese in beeindruckenden Landschaften oder der großen kleinen Welt geeigneter Makromotive findet.
Mit einem kleinen aber feinen Team, zwei HDV-Kameras und einer umfangreichen PKW-Ladung voller Ausrüstung von A wie Ansteckmikro bis Z wie Zurrgurte machen wir uns auf den Weg. Das erstes Ziel ist der Botanische Garten der Universität Graz - ein Gewächshaus mit vier unterschiedlichen klimatischen Bedingungen für den Pflanzenwuchs. Schnell fällt die Entscheidung darauf, im Tropenhaus mit den Aufnahmen zu beginnen. Nicht ganz so schnell haben sich unsere Kameras und Optiken aus dem kalten Auto an die 90% Luftfeuchtigkeit und hohe Temperaturen gewöhnt. Es bleibt uns nichts anderes über, den Tropfen dabei zuzusehen, wie sie Glas und Gehäuse beschlagen und sich ihren Weg über unserer Kameraoptik bahnen ...

Nachdem diese Hürde genommen geht es aber Schlag auf Schlag und schon am ersten Drehvormittag sind über fünf Aufnahmesituationen im Kasten. Am Nachmittag folgen Aufnahmen im Studio mit einem Feuerwerk an Informationen: Fragen über das Einsatzgebiet bestimmter Objektive, die Verwendung von zusätzlichem Equipment, die Umsetzung verschiedener Studioaufnahmen aber auch Spezialtechniken wie Lightpainting werden hier ausführlich vorgestellt. Um 23 Uhr verlassen wir müde aber froh über unsere Tagesleistung das Studio.
Tag Drei des Videodrehs sind von Outdoor-Locations geprägt: Ein alter Bauernhof bietet eine Fülle an Motiven für Makrofotografie, konkret wird ein tragender Holzbalken und ein rostiger Haken an einer Kette vor die Linse genommen. Nach etwa 30 Kilometern querfeldein erreichen wir ein beeindruckendes Plateau, von dem aus sich ein imposanter Blick auf die Riegersburg samt bedrohlicher Wolkenformationen in der Umgebung bietet. Glücklicherweise bringt uns ein naher Hügel nochmals 20 Meter mehr an Standorthöhe und auch die Baumwipfel auf dem Plateau liegen als überschaubares Grün zu unseren Füßen. Weiter am Weg lädt ein kleines Flußbett mitsamt Brücke zur akrobatischen Standortwahl für Uli Staiger ein. Nun noch auf ein wenig auf die Dämmerung gewartet und schon sind die Aufnahmen samt ausführlicher Situationsbeschreibung im Kasten. Im Training werden weiters auch Lightpainting mit Blitzgerät in der Spätdämmerung, Fotografie einer Industrielandschaft sowie spannender Wolkenformationen im frühmorgendlichen Licht zur Vorstellung gebracht.
Viele dieser beeindruckenden Aufnahmen finden dann selbstverständlich auch den Weg in die Bearbeitung. Hier kann der Fotograf und renommierte Experte für Composing sein Wissen in Adobe Photoshop mit vollem Elan ausspielen. Auf seine freundliche und stets experimentierfreudige Art gelingt es Uli Staiger dabei seine Zuhörer zum Ausprobieren zu ermuntern. Haben Sie Lust auf weitere Impressionen bekommen? Dann werfen Sie einen Blick auf unsere Demovideos online.
Weitere Fotos vom Videodreh gibts bei Flickr!


