Unsere Patenkinder wurden bis Februar ausgezahlt.
Eine größere Spende hat uns erreicht, so dass wir einen Schulanbau 2009 planen.

Aber zur Zeit denken wir aus anderen Gründen fast täglich an Madagaskar...

Seit einer Woche ist das Volk ausser Rand und Band.
Die Lebenssituation hatte sich drastisch verschlechtert. Die Armut ist gravierend. Die Preise für Reis und andere Lebensmittel explodiert.

Der Präsident nimmt diktatorische Züge an und kauft mal eben einen Flieger für 65 Mio Dollar auf Staatskosten...
Kein Wunder, dass der Unmut wächst.

Der Bürgermeister von Antananarivo äussert Kritik in seinem privaten TV-Sender und promt wird der Sender vom Präsidenten geschlossen, so wurde uns berichtet.
Der Konflikt spitzt sich zu. Ein Ultimatum wird gestellt und die Situation eskaliert.
Das Volk geht nicht nur auf den Strasse, es rebelliert.

In der Hauptstadt brennen TV-Sender und Radios, die dem Präsidenten unterstellt sind, die Antikorruptionsbehörde wird attackiert, Geschäfte geplündert und angesteckt. Der Zorn richtet sich hauptsächlich gegen europäische Investoren und Firmen des Präsidenten.
Hotels werden überfallen. Überall Brände und einzelne Schüsse. Das Militär verweigert den Befehl.
Seit zwei Tagen weiten sich die Unruhen auf die Provinzen aus.

In Mahajanga sind 80% der Geschäfte zerstört!

Hier könnt ihr die madagassische Berichterstattung -auf deutsch übersetzt - mitverfolgen:

translate.google.de/translate

Dort wurde auch berichtet, dass man vorwiegend in die Luft schiesst, um die Massen von weiteren Zerstörungen abzuhalten.

Das berichtet der Spiegel:

www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,604050,00.html

Auf jeden Fall wird sich die Lage der Bevölkerung nicht verbessern.
 

Wir berichten weiter.
 

angela

 

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  1. Bild von Kieselsteine
    Kieselsteine Says:
    29. January 2009 - 12:12

    krise

    Hallo Angela Antsika

    Danke für die Berichte aus Madagaskar.

    Wenn die Krise nur die Bänker treffen würde, könnte man ja klamm heimlich dazu schmunzeln. Leider trifft eine solche Krise aber arme Menschen und Länder ganz besonders hart. Spenden bleiben aus. Essen wird teuer. Absatzmärkte brechen zusammen und und und. Ganz viele Menschen dieser Erde gehen zurzeit durch schwerste Zeiten.

    Grüsse

    patrick

     


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