Der erste offizielle Termin in Huntsville fand in einem Hospiz statt, wo Freiwillige sterbende Menschen und der Familien begleiten und unterstützen. Wir sprachen mit der Freiwilligenkoordinatorin, die vor allem mit Schulen und deren Schülern zusammenarbeitet, was ein besonderes Management erfordert, da sich die meisten Schüler nicht in der Sommer(ferien)zeit engagieren. Interessant auch, das dieses Hospitz eine For-Profit-Organisation ist, die neben einigen anderen auch mit dem Non-Profit-Hospiz existiert bzw. konkurriert, wobei nur das Non-Profit-Hospiz private Spendenmittel akquirieren darf und somit einen klaren Marktvorteil hat. Dies scheint vergleichbar mit den deutschen Pflegediensten, die ihre Mittel auch wie hier von den Kranken- bzw. Pflegekassen erhalten.
Das Hospiz zeichnet sich aber durch ein besonders gutes Freiwilligen-Management und guten Ruf in der Begleitung der Sterbenden aus, was entscheidend für ihren Erfolg ist. Da können einige Pflegedienste noch lernen… Sie bieten hier neben der Begleitung der Sterbende auch vielfältige Dienste sonstige Unterstützung für die Angehörigen (Einkaufen, Arbeiten im und ums Haus u.v.m.) an.

Hier wurden und werden die Raumfahrt Technologien und und großen Missionen von Appollo bis Mars und Challenger und wie sie alle heißen – übrigens lange Zeit unter Leitung von Wernh
er von Braun, dem ehemaligen Entwicklungsleiter der Raktenforschungsabteilung (von 1937-1945) der Nazis, der die V2, die hochgefeierte Vernichtungswaffe der Nazis, die 1945 gegen London und Antwerpen zum Einsatz kam, entwickelt hat.
Die dunkle Vergangenheit wird hier aber nahezu vollständig ausgeblendet und von Braun wird hier als großer Held der Luft- und Raumfahrttechnik gefeiert, nach ihm sind viele Gebäude benannt und viele - auch die Universität von Alabama glorifizieren ihn hier.
Dem Besuch und der Ausstellung aller möglicher ziviler und militärischer Luft- und Raumfahrttechnik konnte ich allerdings nur bedingt etwas abgewinnen – unsere Freiwillige und Robert dafür umso mehr, weshalb wir erst nach mehr als zwei Stunden aus dem Museum w
ieder raus waren.
Morgen ist der letzte Programmtag in Huntsville mit mehreren Uni-Terminen und dem Besuch des volunteer-center, da bin ich schon gespannt…



24. June 2009 - 13:01
Lieber Olaf,
mit Interesse verfolge ich deinen inhaltsreichen Bericht. Du wirst uns viele neue Anregungen mitbringen und eine Menge Erfahrungen gesammelt haben, von denen wir alle profitieren können. Ich wünsche dir eine gute und spannende Restzeit und am Wochenende eine gute Rückreise.
Beste Grüße, Gundel
26. June 2009 - 11:53
Ja finde ich auch und mit den vielen Ideen im Tank, geht bürgerschaftliches Engagement ab wie eine Rakete ;-)