Apr
14
Verfasst von Uli am Mo, 2008-04-14 04:32.
eine Hiobsbotschaft
Mo, 2008-04-14 04:32
"...Ja, Sie vermuten richtig, ich bin wieder zu Hause - aber leider keine endgültige Entlassung. Man hat bei den Untersuchungen einen bösartigen Lungentumor festgestellt. Man will ihm mit Chemotherapie zu Leibe rücken. Am Mittwoch geht es zur weiteren Behandlung.
Ich lasse alles doch recht gefasst auf mich zukommen..."
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Uli
Ja,
Hallo Uli
Ich glaube jede Antwort von mir darauf ist irgendwie unpassend.
Keine Antwort ist ebenfalls unpassend.
Was soll ich schreiben?
Soll ich Dir schreiben, dass es mir auch Angst macht, dass ich im Jahr 2113 ganz sicher Tod sein werde?
Noch mehr Angst macht es mir, dass ich irgendwann dazwischen sterben werde und dass ich da ganz alleine durch muss.
Kindern sagt man, na weisst Du, dort warten dann alle die, die schon drüben sind. In dieser Hinsicht bleibe ich wohl lieber etwas kindisch.
Aber das ist doch alles Blödsinn. Jetzt ist doch erst einmal das Photographieren angesagt. Da hast Du schon recht. Das machst Du super.
Liebe Grüsse
Patrick
erstens: Entschuldigung!
Diese Entschuldigung im Augenblick wenigstens in 3 Richtungen: zuerst hat mich vorhin unverhofft mein Sohn in Steinfurth auf die Hiobsbotschaft angesprochen.
Es tut mir sehr leid, dass mein Eintrag so falsch zu verstehen ist!
Es ist aber doch ein mit Anführungszeichen gekennzeichnetes Zitat und außerdem als Fax einer guten Freundin ausgewiesen.
Vielleicht hat zu dem Missverständnis beigetragen, dass ich vor einiger Zeit über meine Krankheit so offen berichtet habe.
Nein, diesmal geht es nicht um mich! All die guten Worte müssen der auch sonst nicht beneidenswerten Bekannten gelten, die ich vorhin besuchen wollte, aber noch nicht besuchen konnte, weil sie heute schon ambulant ins Krankenhaus muss.
An ihrer Stelle bedanke ich mich herzlich für die Antworten. Ich werde sie sinngemäß weitersagen.
Aber hier nochmals meine Entschuldigung.
21:30 Uhr Guten Abend! Das Vorstehende ist ganz in Eile geschrieben worden. Denn nach dem ersten Schreck in Steinfurth (Frage meines Sohnes) hatten mir die beiden ersten Kommentare zu meinem Eintrag einen wenigstens ebenso großen Schreck versetzt.
Jedenfalls habe ich dann nicht einmal meine eigene Gliederung eingehalten und wie vorgesehen unter zweitens meine Dankbarkeit in der entsprechenden Deutlichkeit zum Ausdruck gebracht, meine Dankbarkeit für das promt und mehrfach mit so lieben Worten geäußerte Mitgefühl.
Damit hatte ich schon im Dezember 2006 gerechnet, als ich selbst mit so einem schlimmen Diagnose-Ergebnis zu tun hatte, obwohl damals erst wenige Wochen seit meinem ersten Blogeintrag vergangen waren. Und ich bin nicht enttäuscht worden, was ich besonders Uwe zu danken habe. Die Unterschiede zwischen damals und heute hängen wohl einfach damit zusammen, was sich mit mir und für mich in bloghouse.org getan hat. Und das ist eine ganze Menge!
Wahrscheinlich geht es bei dem vorhandenen Interesse aber nicht nur um Uli, sondern um ein besonders wichtiges Thema, über das am liebsten gar nicht gesprochen wird. Das klappt ja mit dem nötigen Abstand meistens auch ganz gut. Das kann sich aber ändern, wenn es einen guten Bekannten oder nahen Verwandten trifft oder man selbst betroffen ist. Aber eine Krankheit kann jeden erwischen und dem Tod entwischt keiner. Deshalb wäre es gar nicht unwichtig, auch darüber nachzudenken und zu schreiben, oder nicht?
Patrick und Momo haben heute schon weitere Gedanken geäußert. Dazu auch von mir später mehr! Es ist jetzt schon etwas spät und ich müde. Gute Nacht! Uli
Geht das?
.. gelassen? Ich kann mich Patrick nur anschließen und denke, das ist etwas wovor wir alle Angst haben. Vielleicht kannst Du uns ja etwas Mut machen (auch wenn Du jetzt allen davon für dich selbst brauchst) , denn mit Gelassenheit würde ich auch gerne an das Thema Krankheit und Sterben herantreten.
Ich wünsche dir, dass dieser blöde Tumor einfach wieder verschwindet, so wie er aufgetaucht ist. Sag ihm er soll gehen.
Liebe Grüße Momo
Gerade gestern
Als ich gestern ausnahmsweise mit der Eisenbahn nach Luzern fuhr, gingen mir solche Gedanken durch den Kopf. Ich lass etwas über den 1. Weltkrieg und dachte mir, dass die Menschen, die damals diese Katastrophe erlebten, die allermeisten nicht mehr da sind. Ich stellte mir vor, dass die Menschen die dann 2113 vielleicht ebenfalls im Zug nach Luzern fahren werden heute noch gar nicht da sind. Mir kam das seltsam vor. Fast etwas unreal.
In Luzern erzählte mir jemand, von jemandem der an Lungenkrebs starb. Ich kenne diesen jemand nicht. Seit ich aber tagtäglich auf meiner Zigarettenpackung lesen muss, dass ich vermutlich Lungenkrebs kriegen werde, sitzt mir die Angst schon im Nacken. Jetzt bin ich natürlich froh, dass es nicht Dich betrifft. Betreffen wird es uns aber alle einmal.
Es ist nicht so, dass ich noch einmal jung sein möchte. Niemals. Das war doch alles sehr anstrengend, die Pubertät und das sich hineinleben in diese Welt. Ja ich bin sogar froh, weiss ich, dass ich nicht ewig lebe, aber das nimmt mir trotzdem die Angst nicht vor der unausweichlichen Tatsache wieder gehen zu müssen.
Es ist ja auch ein Thema, das in unserer Kultur nicht so kommuniziert wird. Das Sterben und der Tod. Es steht zwar immer in der Zeitung. Aber immer eher distanziert, eher als Quotentreiber. Nicht wirklich real, wie man da fühlt, wenn gestorben wird.
Luzern
In Luzern gibt es eine Holzbrücke. Nicht die berühmte mit dem alten Gefängnisturm. Auch die berühmte ist natürlich schaurig, eben wegen diesem Turm. Es ist die zweite Brücke, etwas weiter den Fluss hinunter, gerade dort wo ich vor 25 Jahren einmal ein Jahr lang gewohnt hatte. Es ist die Totenbrücke. Sie ist geschmückt mit dutzenden Bildern über den Tod. Dort bin ich gestern darüber gelaufen. Immer wieder wenn ich über sie gehe, sehe ich wie in einen dunklen Brunnen der Zeit, auch gestern wieder, so wie damals schon. Zufälligerweise ging ich in dasselbe Haus, indem ich vor 25 Jahren wohnte. Dort ist jetzt ein Graphiker Büro. Die arbeiten auch mit Cinema 4d.
Der Graphiker erzählte mir noch, dass sie damals die Maler dieser Bilder nicht recht bezahlt hätten. Darum sieht man auf dem letzten Bild die damalige Stadtregierung im Gang über jenen Fluss. Mit allen ihren Gesichtern. Eine Verwandte von ihm hatte an der Restauration der oberen berühmten Brücke mit gearbeitet. Die Restauration nach dem grossen Brand vor ein paar Jahren. Auch dort zahlten sie die Restaurateure nicht ganz wie abgemacht. In dieser Stadt hängen die Geschichten einfach noch fast greifbar herum könnte man denken. Trotz den täglich tausenden von Touristen mit ihren Kameras.
Es tut mir natürlich Leid habe ich hier an Missverständnissen mitgewirkt. Aber irgendwie bin gerade etwas in solche Gedanken versunken.
Ende:)
Nicht mehr..
versuche ich mich doch gerade etwas aus diesen trüben Gedanken zu ziehen. Weil es ist Frühling. Ich habe vor Jahren während meines Studiums (als Graphikerin) einmal eine Semesterarbeit mit dem Thema Kalender abgegeben. dort wollte ich ein sehr sehr fröhliches Frühjahrsbild unterbringen, weil für mich as Frühjahr immer eine der schönsten Jahreszeiten war. Mein Dozent, der kurz vor der Pensionierung stand wollte das garnicht so sehen wie ich. Er belehrte mich, dass die meisten Menschen im Frühjahr sterben. Dann wenn sie vom langen Winter am schwächsten sind und keine Kraft für die neue Kraft mehr haben. Nun will dieses Jahr der Frühling garnicht kommen und ich muss immer daran denken:).
..und gut dass nicht Uli der Empfänger der Botschaft war:) (du bloggst aber auch Dinge:) )
LG Momo
schlechte Neuigkeiten
dazu aus meinem Fax von heute:
"Hallo, liebe Frau..., wenn Sie am Montag nicht ins Krankenhaus gemusst hätten, wäre es nicht beim Faxen geblieben, zumal ich sowieso in ...zu tun hatte. Am kommenden Montag soll nun also die Chemo beginnen, so dass eventuell vorher noch Gelegenheit zu einem Wiedersehen, zum persönlichen Gratulieren und zum "Besprechen" der Neuigkeiten bliebe... Deshalb danke für das überraschende Fax von gestern! Und ich verzichte zunächst auf einen Besuch bei Ihnen, es sei denn, Sie wünschen es und faxen entsprechend.
Schon vorher habe ich an "Hiobsbotschaft" denken müssen. Eins der Kennzeichen ist, dass die Reihe der schlechten Nachrichten anscheinend kein Ende nehmen will. So nun auch bei Ihnen. Deswegen habe ich heute wieder das Alte Testament an dieser Stelle aufgeschlagen und einiges gelesen. Sie vielleicht auch schon? Auf Zitate möchte ich (noch) verzichten.
Die Fakten sind zum Weinen! Ihr Glaube, die innere Stärke und die Hoffnung sind wunderbar, und ich kann nur wünschen, dass Sie so durchhalten wie Hiob und alles ein gutes Ende findet, das auch im Interesse Ihrer Kinder und der anderen, die Sie lieb haben und anteilnehmen.
Wie immer verbleiben wir mit den besten Wünschen und herzlichen Grüßen..."
Geburtstagsfax
von heute:
"...der zweite Glückwunsch heute geht an Sie! Aus einem der mir wichtigsten Kirchenlieder, das mir vorhin erst wieder eingefallen ist, als ich daran gedacht habe, Ihnen zu faxen, möchte ich zwei Verse zitieren:
Noch manche Nacht wir fallen auf Menschenleid und -schuld.
Doch wandert nun mit allen der Stern der Gotteshuld.
Beglänzt von seinem Lichte hält euch kein Dunkel mehr.
Von Gottes Angesichte kam Euch die Rettung her.
Gott will im Dunkel wohnen und hat es doch erhellt.
Als wollte er belohnen, so richtet er die Welt.
Der sich den Erdkreis baute, der läßt den Sünder nicht.
Wer hier dem Sohn vertraute, kommt dort aus dem Gericht.
Liebes Geburtstagskind, wir denken an Sie und hoffen, dass für Sie heute die Sonne nicht nur zur Zeit, sondern den ganzen Tag und nicht nur draußen, sondern ebenso "drinnen" scheint. Wenn Sie am Montag ins Krankenhaus kommen, beginnt für Sie das neue Jahr nicht besonders freundlich, aber vielleicht endet es besser. Das wünschen wir jedenfalls. Alles Liebe und Gute!..."
aus dem Fax
der Patientin nach der ersten Chemo
"...ich schäme mich sehr, dass ich Sie solange in Ungewissheit gelassen habe...Aber es ist meinem Befinden geschuldet und das ist nicht gut... Ich liege fast den ganzen Tag und nutze die Zeiten des Aufseins, etwas Sinnvolles zu tun. Dazu gehört auch die Navhricht an Sie. Zunächst aber: herzlichen Dank für die guten Wünsche zum Geburtstag. Ich habe viel Liebe erfahren, dass es überwältigend war. So habe ich auch viel zu beantworten. Diese Freuden am Wegesrand tragen ja auch zum mutigen Weitergehen bei. Auch für das Fax von gestern bedanke ich mich... Nun noch kurz zu Ihrem Vorhaben, mich zu besuchen. Ich würde mich natürlich freuen, Sie zu sehen. Wenn Sie zufällig in Wolfen sind, Ihre Erkältung abgeklungen ist, Sie sich einigermaßen fühlen und es verkraften mich in doch sehr desolatem Zustand zu sehen, versuchen Sie es einfach. Kommt Zeit, kommt Rat..."
wie bei Dornröschen!
Die Wohnungstür stand auf, als ich heute unsere kranke Freundin besuchen kam, und auf dem angeklebten Zettel war zu lesen: "Herzlich willkommen, Mr. K.! Treten Sie ein und wecken Sie mich ´sanft´, falls ich eingeduselt bin." -
Leider ist fast alles andere mehr als traurig: Der ersten Woche mit täglichen Bestrahlungen zweier Hirntumore (Tochtergeschwülste) folgt die zweite, bevor anschließend die nächste Chemo dran ist.
Muss sich da jemand wegen eines Nierensteins beklagen?
gestern abend
"Liebe Dessauer K´s, ich danke für das Fax und hoffe, Sie hatten einen schönen Sonntag und waren auch an der frischen Luft. Sie, Herr K., sahen doch recht blass aus. Ich habe mich auch gefreut, Sie zu sehen. Die Zeit war schon o.k. - von Durchreise habe ich nichts gespürt. Nun liegt auch für mich der letzte ´Ruhetag´ hinter mir. Ich hatte wieder viel Freude und habe ´oppulent´ gespeist, leider schmeckt alles gleich..." (aus einem Fax an uns)
zu Pfingsten 08
"Voll Blüten steht der Pfirsichbaum, nicht jede wird zur Frucht,
sie schimmern hell wie Rosenschaum durch Blau und Wolkenfrucht.
Wie Blüten gehen Gedanken auf, hundert an jedem Tag.
Lass blühen! Lass dem Ding den Lauf! Frag nicht nach dem Ertrag!
Es muss auch Spiel und Unschuld sein und Blütenüberfluss,
sonst wär die Welt uns viel zu klein und Leben kein Genuss. Hermann Hesse
Hallo,...mit diesem schönen Gedicht, das ich sehr liebe, grüße ich Sie zum Pfingstfest. Zur Zeit erleben wir ja das Überschwengliche pur, brauchen keine Vorstellungskraft dazu. Es ist einfach überwältigend...Nun noch ein Kurzbericht von mir. Heute war Großkampftag. Früh war ich in Halle zur Bestrahlung und über Mittag im Krankenhaus zur Untersuchung für die zweite Chemo. Dienstag und Mittwoch bin ich dann im Krankenhaus und Donnerstag, Freitag wieder zur Bestrahlung in Halle. Man lässt mir keine Ruhe. So langsam geht es an die Substanz." (aus dem Fax von gestern)
Nebenwirkungen?
"Hallo, lieber Mr. K., wieder eine große Freude in der Morgenstunde - ein Fax von Ihnen...Jetzt will ich meinen schmerzenden Kopf in die Waagerechte bringen und dann meine dritte Mahlzeit des Tages einnehmen, danach geht es zur Behandlung. Die 2. Chemo hat bis jetzt noch keine unangenehmen Begleiterscheinungen, sicher ist das den guten Medikamenten zu verdanken...Alles Liebe für Sie und Ihre Frau, halten Sie sich tapfer! (von mir hervorgehoben! Uli) Ihre S. D." (Fax v. 16.5.08, 8.20 h)
Wochenend und Sonnenschein?
ist der Betreff meines Faxes vom 23.5. vor dem vergangenen Wochenende, und das Fragezeichen hängt damit zusammen, dass ich vorher keine guten Informationen über die Verfassung der Patientin von ihren Verwandten bekommen habe. Insofern ist das Fax insgesamt Fragezeichen, auf das ich bisher keine Antwort von ihr bekommen habe.
"Guten Morgen, liebe Frau D., während für mich dieses besondere Wochenende schon heute beginnt, haben Sie wahrscheinlich noch einen schweren Tag vor sich. Ich habe vor, bis Sonntag zu verreisen. Nach Sonnenschein sieht es im Moment vor dem Fenster nicht aus. Ihnen wünsche ich den in jeder Hinsicht! Vor allem, dass Sie die kurze Pause wieder nutzen können, um sich etwas auszuruhen und neue Kraft zu sammeln für die nächste Woche. Schön wäre es, wenn Sie mir wieder kurz berichten könnten! Aber faxen Sie mir nur, wenn es Ihnen gut genug geht. Ich würde es auch für ein gutes Zeichen halten! Alles Liebe und Gute Ihnen wie immer und herzliche Grüße..."
In den nächsten Tagen geht die dritte von fünf Chemos zuende, und auch die 25 Bestrahlungen sind bald überstanden. Die neuste Info: Sie ist durcheinander, etwas im Nebel, was für sie "gut" sein kann. Fraglich ist eine Besserung, die man ihr alleine schon wegen der auf sich genommenen Strazen wünscht.
kein neues Fax
Das liegt sicher auch daran, dass Frau D. im Krankenhaus ist.
Die telefonischen Informationen sind unterschiedlich, zuletzt etwas erfreulicher. Angeblich scheinen die Chemos hoffnungsvolle Auswirkungen zu haben. Am Montag sollen die fortgesetzt werden.
gestern im Hospiz -
ich nur als Besucher!
Aber Frau D. als Patientin seit ein paar Tagen, als Ersatzlösung für den vorherigen Krankenhausaufenthalt. Die 5. Chemo steht bevor, um die Lunge zu entlasten. Mit den Metastasen haben sich die Medizinmänner anscheinend abgefunden. -
Unterhalten konnten wir uns wie bisher. Ihre Haltung ist beeindruckend. Was sagt man einer Frau, die anscheinend nicht mehr (lange) leben kann, wohl auch sterben möchte, aber weiter aushalten muss?
PS.: Hospiz lt. Dt. Wörterbuch,1996 Isis Verlag christlich geführtes Hotel, also weniger furchtbar als ein Krankenhaus?
1 Woche später
"Hallo liebe Frau D., seit unserem Wiedersehen, an das ich oft gedacht habe, ist eine Woche vergangen. Wie wäre es wohl heute bei derselben Gelegenheit? Das heißt, was ist aus der 5. Chemo, aber vor allem aus Ihnen geworden, die unter den Umständen zwar noch um einiges weniger, aber sonst doch kaum anders als früher vor mir saß?
Leider stehen auch mir zur Zeit meine "normalen" Möglichkeiten nicht zur Verfügung... Vor unserem Fenster sehe ich auch das Hospiz-Gelände und denke an Sie. Ihnen wie immer meine besten Wünsche und auf Wiedersehen! Ihr ´Nachbar´"
Vorgestern und heute war ich wieder bei ihr. Da sie schlief, habe ich ihr auch heute ein paar Zeilen geschrieben. Ob sie die noch lesen wird, ist fraglich. Die Schwester hat sich meine Telefonnummer geben lassen. Nun rechne ich bald mit dem Anruf. -
der Anruf
kam heute abend von ihrem Sohn:
Frau Susanna Domke ist tot.
Im Moment stehen die traurigen Bilder der letzten Tage im Vordergrund. Aber nach und nach werden sie sicher verdrängt werden von der Erinnerung an ein Stück gemeinsamen Weges, für das ich sehr dankbar bin. Eine gute Freundin werde ich nicht vergessen. Uli
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aus Wolfen-Steinfurth von der Trauerfeier für Frau
Susanna Domke (1934 - 2008).
"Wenn ein Freund weggeht, muss man die Türe schließen, sonst wird es kalt." Bertold Brecht
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