aus dem Fax

der Patientin nach der ersten Chemo

"...ich schäme mich sehr, dass ich Sie solange in Ungewissheit gelassen habe...Aber es ist meinem Befinden geschuldet und das ist nicht gut... Ich liege fast den ganzen Tag und nutze die Zeiten des Aufseins, etwas Sinnvolles zu tun. Dazu gehört auch die Navhricht an Sie. Zunächst aber: herzlichen Dank für die guten Wünsche zum Geburtstag. Ich habe viel Liebe erfahren, dass es überwältigend war. So habe ich auch viel zu beantworten. Diese Freuden am Wegesrand tragen ja auch zum mutigen Weitergehen  bei. Auch für das Fax von gestern bedanke ich mich... Nun noch kurz zu Ihrem Vorhaben, mich zu besuchen. Ich würde mich natürlich freuen, Sie zu sehen. Wenn Sie zufällig in Wolfen sind, Ihre Erkältung abgeklungen ist, Sie sich einigermaßen fühlen und es verkraften mich in doch sehr desolatem Zustand zu sehen, versuchen Sie es einfach. Kommt Zeit, kommt Rat..."

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