madagaskar

Neue Paten für Kinder in Madagaskar gesucht!

Die Zeiten sind instabil und niemand kann vorher sagen, wie es ihm im kommenden Jahr wirtschaftlich ergehen wird. So kommt es in Madagaskar immer mal wieder vor, dass ein Kind das Dorf Ankazomenavony verlässt (zur Zeit aufgrund der politischen Situation vor Ort) oder dass in Deutschland ein Pate die Patenschaft kündigt.
Aus diesem Grund gibt es Veränderungen und wir suchen neue Paten für
Odilon, Bienvenue, Rolland, Georgette, Claire Clarissa und Georgette.
Wenn Sie Interesse an einer Patenschaft haben, dann nehmen Sie Kontakt auf!

Fotos und News aus Mahajanga

Seit  Wochen schiebe ich es vor mir her.

Sascha war in Mahajanga und sein erster Weg führte zur Familie der verunglückten Louisiane. Hier sind die Fotos ihrer Beerdigung und von der Familie am Tage seines Besuches. Christian ist auch unser Patenkind.

Zitat aus seiner Email:

Von der Stadt mache ich keine Fotos. Hier hat sich nicht allzuviel verändert. Dafür allerdings habe ich Fotos bekommen von Louisiannes Mutter. Christina und ich waren da. Wir traten ein und als wir unser Beleid verkündeten fing die Grossmutter sofort an zu weinen.

Sie erzählten uns, dass an jenem Tage gar 3 Kinder verunglückt sind; zwei von ihnen Bruder und Schwester einer anderen Familie, die dritte Louisianne. Es war angeblich eine dieser gefährlichen Strömungen die sie alle unter Wasser zog beim Baden. Man habe sie kurz darauf leblos am Strand gefunden; ein Vazaha bemühte sich wohl sofort um den Transport ins Krankenhaus und um die Behandlung - vergebens.

Die Oma erzählte, dass Louisianne Angst hatte, dass sie nicht gut genug in der Schule sein würde wenn ich zurück komme und hat deshalb extra viel gelernt. Ihre privaten Sachen, wovon die meisten ja nun fast neu gekauft waren, haben sie mit in den Sarg gelegt. Dem kleinen Christian haben sie verboten an den Strand zu gehen."

Diese Fotos bekam Sascha von der Familie und hat sie für uns eingescannt.

louisiane1

Die Familie nimmt Abschied.

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 Der Grabschmuck

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Vorn mit den Blumen ihr Bruder Christian.

L 04

Der Sarg wird geschlossen.

Auf dem Friedhof findet sie die letzte Ruhe.

Dort ist ihre Gruft.
Ich glaube, das sind die schlimmsten Fotos, die eine Mutter aufbewahren kann. Die Beisetzung ihrer kleinen Tochter.

Hier kommt nun das Foto von Saschas Besuch bei der Familie:

Natürlich haben sie sich über Saschas Besuch gefreut. Ihnen wurde die Unterstützung ausgezahlt.

Sascha war erschüttert, als er die Fotos sah. Und ich war erschüttert, als ich sie von ihm bekam. Nun gebe ich sie heute an euch weiter.

Kurze Pause, dann kommt das Posting vom Besuch in Ankazomenavony.

Angela

Louisiane ist tot

In den letzten Tagen habe ich es immer wieder vor mir hergeschobe, eine Rundmail an alle Vereinsmitglieder und Paten zu senden, um sie zu informieren.

Ich hatte Stress und viel unter Zeitdruck zu erledigen.
Im Moment geht es drunter und drüber wegen dem Kinderbuch "Pepi", das eine Osterhasengeschichte erzählt und eine CD mit Kinderliedern zum Osterfest kommt auch heraus.  Wen es interessiert, hier könnt ihr reinsehen:

http://www.angela-annecke.de

Heute nun werde ich gezwungen, an alle zu schreiben und eine traurige Nachricht weiter zu geben.

Louisiane, eins unserer Patenkinder, ist tödlich verunglückt.
Sie lebte mit ihrer Familie in Mahajanga in absolut ärmsten Verhältnissen. Sie war ein liebes und fröhliches Mädchen. Ich habe im November Fotos von ihr hier veröffentlicht.
Nun bekam ich heute die Nachricht von Rondro, dass sie letzte Woche im Meer ertrunken ist.

Die Mutter war arbeiten, die Oma im Haus und die Kinder laufen zum Strand.
Louisiane und ihr Bruder Christian (auch unser Patenkind) waren unzertrennlich.

Louisiane kam an diesem Tag nicht nach haus.
 

Am Samstag war die Beisetzung.

Wir werden nun nicht nur den Kindern die nächste Unterstützung auszahlen, sondern auch dieser Familie etwas helfen. Trösten kann man nicht. Für so ein Unglück gibt es keinen Trost.

angela

Putschversuch, Aufstand und Plünderungen in Madagaskar

Unsere Patenkinder wurden bis Februar ausgezahlt.
Eine größere Spende hat uns erreicht, so dass wir einen Schulanbau 2009 planen.

Aber zur Zeit denken wir aus anderen Gründen fast täglich an Madagaskar...

Seit einer Woche ist das Volk ausser Rand und Band.
Die Lebenssituation hatte sich drastisch verschlechtert. Die Armut ist gravierend. Die Preise für Reis und andere Lebensmittel explodiert.

Der Präsident nimmt diktatorische Züge an und kauft mal eben einen Flieger für 65 Mio Dollar auf Staatskosten...
Kein Wunder, dass der Unmut wächst.

Der Bürgermeister von Antananarivo äussert Kritik in seinem privaten TV-Sender und promt wird der Sender vom Präsidenten geschlossen, so wurde uns berichtet.
Der Konflikt spitzt sich zu. Ein Ultimatum wird gestellt und die Situation eskaliert.
Das Volk geht nicht nur auf den Strasse, es rebelliert.

In der Hauptstadt brennen TV-Sender und Radios, die dem Präsidenten unterstellt sind, die Antikorruptionsbehörde wird attackiert, Geschäfte geplündert und angesteckt. Der Zorn richtet sich hauptsächlich gegen europäische Investoren und Firmen des Präsidenten.
Hotels werden überfallen. Überall Brände und einzelne Schüsse. Das Militär verweigert den Befehl.
Seit zwei Tagen weiten sich die Unruhen auf die Provinzen aus.

In Mahajanga sind 80% der Geschäfte zerstört!

Hier könnt ihr die madagassische Berichterstattung -auf deutsch übersetzt - mitverfolgen:

translate.google.de/translate

Dort wurde auch berichtet, dass man vorwiegend in die Luft schiesst, um die Massen von weiteren Zerstörungen abzuhalten.

Das berichtet der Spiegel:

www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,604050,00.html

Auf jeden Fall wird sich die Lage der Bevölkerung nicht verbessern.
 

Wir berichten weiter.
 

angela

 

Bericht vom August 2008

Hallo liebe Paten und Freunde,

Einigen habe ich schon geschrieben, aber ich möchte alle informieren.

Rondro lebt nun in Antananarivo, der Hauptstadt von Madagaskar. Sie ist nun Betreuerin der Deutschlehrer von Madagaskar. Sie hat somit Kariere gemacht.
Das ist zwar normalerweise eine gute Nachricht, aber für uns war es ein Problem, das wir erstmal gut lösen konnten.
Sie schickte mir noch vor ihrem Umzug einige Zeugnisse. Die Quittungen hatte ich schon, aber es fehlten noch Zeugnisse und einige Fotos.
Einige Dateien konnte ich nicht öffnen, ich habe sie gebeten, diese Dateien mit einem anderen Format noch einmal zu senden.
Es ist schwierig, wenn man ins Dorf fährt, um Fotos zu machen und ausgerechnet dann fehlen einige Kinder.
Die Fahrtkosten sind nicht unerheblich.
Wenn also in den nächsten Tagen noch Fotos oder Zeugnisse von Rondro kommen, dann leite ich sie gleich an die entsprechenden Paten weiter.

Mein Sohn, Sascha ist im August nach Mahajanga gefahren und hat dort mit einem weiteren Vereinsmitglied, Madam Josianne, die Direktorin der Schule getroffen.
Er hat das Geld für alle Patenkinder ausgezahlt, damit der Start ins neue Schuljahr für unsere Schützlinge reibungslos verlaufen kann.
Leider hat er die Kinder aus dem Dorf nicht persönlich angetroffen, denn es waren noch Ferien.
Ich schicke euch zwei Fotos von der Übergabe.
Auch die Familie von Leonie in Mahajanga hat er angetroffen und für den Schulstart das Geld ausgezahlt.
Einige Paten haben angefragt, ob sie Pakete oder Briefe schreiben können. Das ist zur Zeit nicht möglich.
Denn Rondro zu schreiben macht derzeit keinen Sinn. Sie lebt jetzt mit ihrer Familie mehr als 600 km weit weg vom Dorf.
Anschriften und Adressen sind in Madagaskar schwierig.  Wer Post erwartet schafft sich ein Postfach an, oder lässt die Post an die Firma schicken.
Aber unsere Schützlinge haben diesen Luxus nicht.
Es war schon für Sascha schwer, die Direktorin zu treffen, denn im Dorf hat ihr Handy keine Verbindung. Man kann nur eine Mitteilung auf der Mailbox hinterlassen und tagelang warten, bis sie sich meldet. Aber alles hat geklappt.
Auch bei der Familie Leonie musste Zeit investiert werden, um sie zu suchen. Alles hatte sich verändert. Sascha war im April 2005 bei unserem ersten Besuch mit mir dort. Es war schwer für ihn, sie wieder zu finden. Die Fotos halfen auch nicht viel, denn die Hütte sieht heute anders aus.
Schliesslich hat er sie gefunden und vorsichtshalber die Koordinaten bei Google Earth gespeichert... Smiling

Trotzdem keine Angst, in dem  Betrag, der ihnen ausgezahlt wurde, ist die Unterstützung bis Oktober enthalten, einmal neue Kleidung, neue Schulmappe inklusive aller Hefte, Stifte und Utensilien, die sie brauchen.

Ich bin froh, dass er einspringt und dadurch die Betreuung der Kinder weitergeht. Er hat nun den Kontakt zur Direktorin der Schule und kann das nächste Mal seinen Besuch ankündigen.
Die Direktorin bekam die Summe insgesamt ausgezahlt und die Listen mit den Namen der Kinder für die Quittungen.

Ich weiss nicht, ob schon alle Paten für das neue Schuljahr 2008/2009 den Betrag überwiesen haben, wenn nicht, dann denkt bitte daran.

Viele Grüsse
Angela

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Kolonisierung in Madagaskar

König Ramada I. einigte zu Beginn des 19. Jahrhunderts das Königreich Madagaskar. Auf seinen Tod im Jahr 1828 folgte seine Frau Ranavalona als Königin (1828 bis 1861). Der Einfluss der Briten wurde zurückgedrängt, Missionare vertrieben und Christen verfolgt. Madagaskar schloss sich gegen die Aussenwelt ab. Ranavalonas Sohn Radama II. öffnete dagegen wieder die Grenzen des Landes, fiel jedoch bereits nach zwei Jahren einem Mordanschlag zum Opfer. Unter den nachfolgenden drei Königinnen wurde versucht, die Mächte Grossbritannien und Frankreich gegeneinander auszuspielen, es konnte aber nicht verhindert werden, dass die Franzosen sich als Schutzherren der Katholiken immer wieder in die inneren Angelegenheiten von Madagaskar einmischten.

Mit der Beschiessung und Stürmung der Städte Majunga und Tamatave begann ein Krieg, der 1865 mit der Unterzeichnung eines Vertrages endete, indem Madagaskar Gebietsabtretungen akzeptieren musste, 1890 erkannten auch die Briten die Ansprüche Frankreichs an, 1896 wurde Madagaskar endgültig zur französischen Kolonie.

Post aus Mahajanga - Neuer Bericht!

Neue Post kam aus Mahajanga.

Odivelo, das Patenkind, das vor kurzem eine Patin fand, hat mit ihrer Familie kurzfristig das Dorf verlassen.
Sie sind umgezogen. Die Patin muss sich nun ein anderes Patenkind aussuchen, oder vom Patenschaftsvertrag zurücktreten.

Ein weiteres Patenkind konnte vermittelt werden. Tania Sanoha.
Ihre Familie wird in den nächsten Tagen informiert. Wir warten auf aktuelle Fotos und den Vertrag.

Von Georgette ist die Hütte abgebrannt. Die Nachbarn haben der Oma und Georgette eine neue Hütte notdürftig hergerichtet.  Wir werden der Familie Geld schicken, um die neue Hütte besser auszubauen, damit sie auch einem eventuellen Zyklon standhält, auch um Dinge des täglichen Lebens zu kaufen.

Odilon, Clarissa, Soavita und Georgette haben an ihre Paten geschrieben:

Odilon schreibt:
Liebe Frau Jessica,
Ich grüsse Sie und küsse Sie auch. Ich freue mich sehr darüber, daß Sie mir Unterstützung schicken.
Ich werde gut lernen.
Gott schütze Sie.
Odilon

Brief Odilon

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Brief von Clarissa an ihren Paten Bernd:

Sie schreibt:
Lieber Herr Bernd,
ich danke Ihnen sehr für Ihre Unterstützung. Ich werde mich bemühen, gut zu lernen.
Gott belohne Sie!
Auf Wiedersehen!
Clarisse

Brief Clarissa

 

Soavita schreibt an ihren Paten Reinhold,

Lieber Herr Reinhold,
Ich danke Ihnen sehr für Ihre Unterstützung. Sie helfen wirklich den Ärmsten.
Ich werde gut lernen und mein Bestes dafür machen.
Haben Sie ein langes Leben!
Soavita

Brief Soavita

 

Georgette schreibt an ihre Patin Sabine:

Liebe Frau Sabine,
Sie lassen mich - ein Waisenkind - nicht in Stich, obwohl Sie weit weg von hier sind.
Etwas trauriges ist mir aber noch vor kurzem passiert: unsere Hütte hat gebrannt.
Nur ein paar Kleidungen wurden gerettet.
Die Bewohner des Dorfes haben meiner Tante geholfen, eine Hütte zu bauen.
Gott belohne Sie!
Georgette

Brief Georgette

 

Aktuelles Foto Georgette:

Foto Georgette

Rondro hat aber nicht nur die Briefe geschickt und übersetzt, sie hat auch wieder die Gelder ausgezahlt. Dieses mal schickte sie nicht nur die Quitttungen, sondern auch Fotos.

Hier alle Kinder mit ihrer Unterstotzung bis Januar 2008:

Auszahlung Ankazomenavony 1

Von links nach rechts : Soavita, Nadhia, Odilon, Georgette, Martine

Von links nach rechts: Clarissa, Bien venue, Rolland, Florance

Ich hoffe, ich habe dabei keinen Namen verwechselt.

Die Familie in Mahajanga bekam auch ihre Unterstützung. Hier die Patenkinder:
Alice, Noria und Leonie. Prishida ist nicht dabei, gehört aber zur Familie.

Wir haben Rondro eine Digitlakamera geschickt, wissen aber noch nicht, ob diese angekommen ist.

Eine Bitte an alle Paten: Wir wollen ein Treffen veranstalten. Zur Terminabsprache und Wahl des Ortes
antwortet bitte auf die kommende Rundmail.

Viele liebe Grüsse an alle Freunde des Hilfeprojektes.
angela

 

 

 

 

 

 

 

Fotostrecke Antananarivo, Madagaskar

Für alle, die sich für Madagaskar interessieren.
Hier habe ich eine Fotostrecke online gestellt.
Damit ihr einen Eindruck bekommen könnt. Die Fotos sind aufgenommen im Dezember 2006 von Klaus Lotz.
Ein deutscher Förderer des Vereins besuchte seine Patenkinder in Madagaskar.

rp-online.de/public/bildershow/opinio/28154

Und eine zweite Fotostrecke dokumentiert die Fahrt, Landschaft und das Leben von Antananarivo im Hochland nach Mahajanga an der Westküste der Insel.

rp-online.de/public/bildershow/opinio/28401

Viel Spaß beim Ansehen.
Angela

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