Angst

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Angst gehört neben Freude, Trauer und Wut zu den biologisch verankerten affektiven Grundgefühlen des Menschen, und zwar über Kulturgrenzen hinweg.
Gefühle geben dem Menschen Orientierung und helfen ihm sein Leben mit der notwendigen Energie zu gestalten.
Jedes Gefühl hat einen Auslöser, einen Zeitbezug, eine Funktion und hat ein bestimmtes Verhalten zur folge.
Der Auslöser für Angst ist eine Bedrohung vor etwas, was kommt, also in der Zukunft liegt. Wir wollen uns davor schützen und versuchen diese Bedrohung zu vermeiden oder flüchten vor ihr.
Wie der Mensch seine natürlichen Gefühle wahrnimmt, mit ihnen umgeht und sie äußert, lernt er in der Kindheit. Wenn es ihm erlaubt ist, Gefühle auszuagieren und er lernt, realitätsbezogen damit umzugehen, dann ist das für eine gesunde psychische Entwicklung förderlich.
Dabei spielen die Eltern, Gro�eltern, Vorbilder, Erwachsene eine entscheidende Rolle. So, wie sie mit Gefühlen umgehen, so erlernen es ihre Kinder. Werden bestimmte Gefühle nicht gezeigt, lernt sie das Kind nicht als etwas Nützliches kennen.
Und hier liegt meist auch der *Hase im Pfeffer*.
Kleinkinder reagieren, zwecks mangelnder Kognitivität, reflexhaft. Schulkinder agieren schon bewußter und sie lernen, Gefühle zu verdrängen oder wegzuschieben.
Erwachsene sollten in der Lage sein, ihre Gefühle bewußt wahrzunehmen, der Situation angemessen, passend zu reagieren.
Mit dem verdrängen und wegschieben von Gefühlen tut sich der Mensch nix Gutes. An die Stelle seines echten Gefühls tritt ein anderes, eines, welches in der Situation geduldet, erlaubt ist. Das passiert mehr oder wenigere bewußt und wird zu einem reflexhaften Verhalten.
Meist steckt hinter dem gezeigten Gefühl das wirkliche, das verborgene:
Hinter offener Feindseligkeit steckt meisten Angst vor Nähe oder Zurückweisung, hinter unpassender Freude die Angst vor Enttäuschung, Verlust.
Hinter übersteigerter Angst meistens Ärger, Wut über die Herausforderung, über hohe Anforderungen, über Verletzungen, Verlust.
Ein Weg heraus aus diesem *Teufelskreis* wäre, das dahinter liegende Gef�hl erlebbar zu machen.
Ein langer Weg....

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Bild von Isabell S

Das sind die bösen Kopfbewohner...

Bild von Anonymous

Da ist es ja wieder, habe meinen thread darüber gerade vorhin gelöscht, weil ich das thema heute beiseite schieben wollte.
[quote]Der Auslöser für Angst ist eine Bedrohung vor etwas, was kommt, also in der Zukunft liegt. [/quote]
Da liegt aber doch der Hase im Pfeffer, wer weiß was in der Zukunft liegt? Zukunft ist immer ungewiß, auch wenn sie sicher scheint. Es nutzt ja nichts wie ein Hase in der Grube angsterfüllt auf eine ungewisse Zukunft zu starren.

Bild von Christine Graf

Nein, deshalb ist die allgemeine Angst vor der Zukunft auch nicht zielführend im Sinne von Vermeidung oder Schutz. Besser wäre es, genau zu definieren, wovor man Angst hat und dann zu schauen, wie man sich davor schützen kann.
Aber so eine allgemeine Angst vor der Zukunft hat auch ihre Funktion: da kann man nämlich gar nichts machen Eye-wink

Bild von Anonymous

Smiling genau das ist der Punkt, armes häschen bist du krank, dass du nicht mehr hüpfen kannst?

was macht mit so einem häschen? streicheln? auf den weg schubsen?
wer will, denn schon ein häschen sein?

vielleicht einfach Geduld haben bis aus dem Häschen hoffentlich ein Hase wird.

Bild von Christine Graf

nein, nicht streicheln, da bestärkt man denjenigen nur durch die Wiederholung der Gedanken.
Besser wäre es ihn in die Realität zu holen und das Angstszenario mal zu Ende zu spinnen:Wovor hast du Angst? Was würde denn passieren, wenn ...? Was wäre dann? Was könntest du dann tun?

Bild von Anonymous

Und was bitte könnte das Gefühl hinter der Angst vor Zurückweisung sein? Vielleicht hat ja mal jemand einen Tip für mich.

Grüsse Petra

Bild von Christine Graf

Vielleicht Wut?

Bild von momo@machm-it.org

ein verlorenes Selbstwertgefühl?

da gibt es soviele Möglichkeiten, wie es Menschen und ihre Geschichten gibt.
Leben in einer farbigen Welt
http://www.bloghouse.org/de/momo

Bild von Uli

(natürlich) auch bei Wikipedia zu finden!